Anna Beller

„DIE AUTONOME BEWEGUNG DER FARBE“

Künstlerbiografie

ANNA BELLER

Anna Beller ist Malerin und studierte Architektin. Sie interessiert die Spannung zwischen Kontrolle und Freiheit. Ihre Arbeiten wirken oft konzeptionell streng und zugleich visuell weit. Es geht in ihren wiederholten Farbüberlagerungen nicht um Mangel sondern um Konzentration.

In abstrakten Bildräumen erscheint Farbe nicht als Mittel, sondern als Feld von Präsenz und Wahrnehmung.

Anna Bellers Malerei bewegt sich zwischen Geste und Struktur und verhandelt zentrale Fragestellungen der Farbfeldmalerei.

Die Farbe ist zugleich Bildträger, Materialereignis und atmosphärischer Raum. Ihre Farbengemälde stehen in einem zeitgenössischen Dialog mit Positionen des Abstrakten Expressionismus, insbesondere mit den Pouring- und Staining-Techniken von Morris Louis (1912–1962) und Paul Jenkins (1923–2012), in deren Werk die physische Eigenständigkeit der Farbe programmatisch sichtbar wird.

Bellers Praxis ist radikal reduziert: Sie verzichtet auf klassische Werkzeuge und lässt die Bilder aus einem wiederholten Ritual des Gießens und Lenkens von dickflüssigem Lack entstehen. Schwerkraft, Fließverhalten und Viskosität der Farbe werden zu aktiven Mitakteuren im Entstehungsprozess. Die klare Setzung von Farbströmen trifft auf die Leichtigkeit des gelenkten Zufalls; in langen Trocknungsphasen bilden sich mikroskopische Verschiebungen, Pigmentpartikel werden eingefroren, verdrängt oder neu verbunden.

Der unberührte weiße Bildgrund fungiert als Resonanzraum für diese farbigen Eingriffe. Er hält Distanz und schafft eine optische Schwebe, in der sich Leere und Masse, Fläche und Raum, Ruhe und Bewegung überlagern.

Galerie von Anna Beller

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